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> Asia > China > Lotto 22
Asta n°: 114
Lotto: 22
Data inizio asta: 2014-02-09
Data fine asta: 2014-02-09

Descrizione:
BLOSSOMING BRANCH.Original woodblock print from the Mustard Seed Garden. China, 18th C. SIZE 24,8 x 32 cm. English description apon request. Ein grüner Ast ragt zuerst am linken Bildrand aufrecht bogig, dann aber ganz forsch diagonal quer durch den Raum. Die Blüten sind ballförmig und mehr weiß, möglicherweise eine Spiraea cantoniensis. Gleichfalls von links unten ein in den Blättern gleiches Gewächs, die Blüten jedoch teilweise mit einem Braunton gedruckt. Rechts fast in Bildmitte schwebt eine Textgruppe, flankiert von zwei roten Siegeln. Provenienz: Sammlung Walter Exner, Bad Wildungen. In den 70er-Jahren aus der alten Sammlung Exner direkt erworben, der handschriftliche Vermerk auf dem Deckblatt (Senfkorngarten oder Zehnbambushalle) stammt von Walter Exner persönlich. Die erste Ausstellung mit Beispielen aus den Werken Zehnbambushalle und Senfkorngarten hat bei uns 1975 stattgefunden und wurde anschließend im Kongreßhaus Innsbruck dargeboten. Eine weitere Ausstellung war dann 1990. Die einzigen bis dato bekannten großen Sammlungen chinesischer Holzschnitte sind die von Exner und Winzinger (präsentiert in der Albertina, Wien 1975, Sammlung Winzinger). Zehnbambushalle" und "Senfkorngarten" sind Namen von Studios gewesen, die sich mit künstlerischen Drucken in Farben befaßten, damals eine Weltneuheit! Beide Titel sind übrigens Kurzfassungen, komplett lauten sie: SHI-ZHU-ZHAI SHU-HUA-PU, Zehn-Bambus-Halle (getreuer: „Studio“) und danach „Kalligraphie (und) Malerei“ (Shu-Hua) sowie Pu (Register, Handbuch). Zusammen wird das üblicherweise als „Sammlung von Kalligraphien und Malereien aus der Zehnbambushalle“ bezeichnet, was zugleich etwas irreführend sein kann. Der "Senfkorngarten" hat den vollen Titel JIE-ZI-YUAN HUA-ZHUAN. Jie-zi-yuan ist der Senf-korn-garten (in gleicher Abfolge), Hua das gleiche Hua wie in der Zehnbambushalle (Malerei) und Zhuan bedeutet Roman oder „verbreiten“. Manche nennen das insgesamt „Lehrbuch der Malerei vom Senfkorngarten“. Von beiden Werken hat es mehrere Ausgaben zu verschiedenen Zeiten gegeben. Heute sind sie samt und sonders aufgrund der Brände und anderer Einwirkungen sehr selten, manche Blätter äußerst selten. Die "Zehnbambushalle" hatte die erste Ausgabe 1633, die erste „große“ 1643. Zentraler Kopf dieses Studios war der 1582 geborene Hu Zhengyen, der über 30 Künstler in seinem Studio in Nanjing beschäftigte. Die "Zehnbambushalle" bringt in den Bänden verschiedenste Motivgruppen - Orchideen, Bambus, Pflaumenblüten, runde Fächer, Felsen, Früchte und Vögel. Band 1 ist gemischt. Der "Senfkorngarten" ist ebenfalls in Nanjing entstanden, die ersten Teile ab 1677 und 1679, der letzte nur schwarzweiß gedruckte 1818. Verleger war Shen Xinyou, der aber mit der Durchführung den Maler Wang Gai beauftragt hat. Das Blatt, das ein Nagetier zeigt, stammt beispielsweise aus dem 4. Heft des dritten Teils, das den Titel „Pflanzen, Vögel und ein Nagetier“ hat. Der "Senfkorngarten" ist mehr didaktisch, aufgrund seiner lockeren Vielfalt und erzählerischen Weise wurde er sehr beliebt und war für den Verlag ein gutes Geschäft auf lange Zeit. Zwischen beiden Werken zu unterscheiden ist nicht immer ganz leicht, Bindung, Format, Ränder, Kalligraphie und Motive spielen eine Rolle." Anm.: Sofern Texte im Bild ausgeführt sind, handelt es sich zumeist um kurze Gedichte, die in der Regel mit der Darstellung nur am Rande Zusammenhang aufweisen. Die Maßangaben sind ausschließlich nach der Darstellungsgröße (und nicht Papiergröße), da viele der Blätter (ursprünglich auf außerordentlich dünnem, sehr fragilem Papier gedruckt) aufgezogen sind und ein Rand (wie bei japanischen Holzschnitten) ursprünglich nicht bestand.

Prezzo di partenza: 80 €






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               SIEBERS

        Arte & Antiquariato
        17.-18. Marzo 2016            

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