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> Australia > Borneo > Lotto 384
Asta n°: 114
Lotto: 384
Data inizio asta: 2014-02-09
Data fine asta: 2014-02-09

Descrizione:
LARGE HAMPATONG. Wood. Dayak, Modang, Borneo, 19th / early 20th cent. HEIGHT 208 CM English description apon request. Ein stattliches Beispiel eines als für die Dayak charakteristisch zu bezeichnenden Hampatong. Er ist männlichen Geschlechts und steht auf einem hohen, gestuften Sockel, auf dem eine Porzellanschale frontal eingelassen ist. Dieses skulpturale Stück war ausgestellt 1984 in Sydney, Australien, in der Ausstellung „Arts of the Indonesian Archipelago“ im Crafts Council Center und ist im Katalog dieser Ausstellung in Farbe abgebildet. Harrer, Liebhaber von Hampatongs („In meinem Heimatdorf Hüttenberg … kann man alle Tödjahans oder Hampatongs, die ich von Borneo mitgebracht habe, sehen“) schreibt in seinem Buch „Borneo“, „Schon im nächsten Dorf … gab es neben den Hütten einen ganzen Park dieser faszinierenden, mit großem Formgefühl geschnitzten Pfähle“. Der Sinn der Hampatong ist ein vielfacher, auch soll es, je nach Gegend, eine Menge anderer Bezeichnungen für sie gegeben haben. Wie Harrer beeindruckend erzählt, war damals bereits diese Kultur der Ahnenpfähle im raschen Absterben begriffen. Gewiß ist, dass diese seltsamen, hochragenden Pfahlplastiken mit einem Ahnenkult in engster Verbindung stehen, dass sie sorgevolle Erinnerungsmale für die Verstorbenen sind. Aber zugleich auch, und damit dürfte ihr durchaus skurriles bis dämonisch-gespenstisches Aussehen zusammenhängen, Geisterfiguren, die alle unheilbringenden Einflüsse abwehren sollten. Als solche sind sie für uns natürlich wesentlich plausibler und ihre sehr eigentümliche, ja faszinierende (um dieses Harrer-Wort im Zusammenhang nochmals zu gebrauchen) Ausstrahlung, die sie in ihrer Funktion als magische Schutzgarde, rekrutiert aus den ins Geisterreich übersiedelten Clan-Mitgliedern, innehaben, ist ein Kunstwerk von besonderer und überzeugender Natur. Mit Porträtrealistik hat das ja wenig zu tun (obwohl manche davon schreiben, dass auf das tatsächliche Aussehen der Verstorbenen eingegangen wurde), vielmehr wurde ein außerordentliches Geschick entwickelt, einen magischen Ausdruck in das Schnitzwerk zu bannen, damit dieses ihn dann auf Dauer emittiere. So sind diese Hampatongs nach wie vor höchst bannende, charaktervolle Male einer sehr eigenartig geprägten, dabei aber wiederum überaus verständlichen Kultur. Das vorliegende Stück ist reizvoll wegen seines verwitterten, von tiefen Furchen durchzogenen Holzes. Der Hampatong (wörtliche nur „Bildnis“) steht nackt, kurzbeinig und aufrecht auf einem Sockel, zeigt uns Geschlechtsteil und eine gewölbte Brust, die an eine Vasenform erinnert. Die Arme sind angelegt, der Kopf ist groß, ausdrucksstark geformt, die großen Augen mit hell eingesetzten Scheiben (Knochen?) wirken dämonisch. Nicht nur proportional ist der Kopf, wie auf allen solchen Figuren, betont, auch durch die großen, hier durchbrochen ausgeführten Ohren wird er das zusätzlich. Auf dem Kopf eine hutförmige Platte, aus der dann noch ein weiterführender Pfahl ragt. Chinesisches Porzellan war in Südostasien beliebt und verbreitet, das verzweigte Handelssystem der Chinesen brachte das wohlfeile Porzellan offensichtlich in sogar entlegenere Stammesgebiete. Harrer schreibt von „romantischen Hainen mit den kleinen Knochenhäuschen mit den schönen, alten chinesischen Vasen“. Auf diesem Hampatong-Pfahl befindet sich auf dem Sockel vorderseits eine mit blauer Farbe unter der Glasur dekorierte Schale eingelassen, die zeitlich a. aus dem 18. Jh. stammt. Abgebildet im Katalog der Ausstellung „Arts of Indonesian Archipelago“, Crafts Councils Center Gallery, Sydney 1984.

Prezzo di partenza: 4000 €






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               SIEBERS

        Arte & Antiquariato
        17.-18. Marzo 2016            

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       Arte Moderna e Design
             18. MArzo 2016 

 



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